Die Fatima-Nationalmadonna im Bistum Regensburg
Ein außergewöhnliches Ereignis
von Helga Brandl
Mais. Emotional und einzigartig empfanden die Marienverehrer den Empfang der Fatima-Nationalmadonna, deren Anwesenheit in der Sankt-Josef-Kirche einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Diese Statue aus Holz, die mit graziler Schönheit besticht, wurde am 13. Mai 1967 in Fatima vom Hl. Papst Paul VI. für die Deutsche Nation geweiht. Mit päpstlichem Auftrag und Segen verbunden, ist sie gleichsam eine große Gnadenstatue. Der liturgische Dienst begleitete den Einzug der Fatima-Nationalmadonna - die von vier Frauen getragen wurde - in das Maiser Gotteshaus, in dem seit zehn Jahren die Fatima-Rosenkränze an den Erscheinungstagen der Muttergottes gebetet werden. Tief beeindruckt zeigte sich die Initiatorin dieser jährlichen Fatima-Gebetsstunden, die 92-jährige Rosa Vogl, deren Beharrlichkeit im Gebet mit dem Besuch der Fatima-Nationalmadonna belohnt wurde. Bei gedämpfter Beleuchtung in der St.-Josef-Kirche kam die mit Scheinwerferlicht angestrahlte Pilgermadonna besonders zur Geltung und zog die Blicke der Besucher auf sich. Diakon Walter Karger komplettierte vor dem Volksaltar das edle Erscheinungsbild der Madonnenfigur mit Krone und Rosenkranz. An diesem Abend war der Auftrag „Maria als Königin des Friedens zu ehren und sie um Hilfe zu bitten in einer Zeit, in der der Friede überall und auf verschiedene Weise bedroht wird, wo Unfrieden und Terror herrschen oder Kriege toben“, wie Pfarrer Augustinus treffend ausführte. Maria hat uns den König des Friedens geboren, der schon im Alten Testament angekündigt wurde. Schon Jesaja berichtete vom wunderbaren Ratgeber und einem Fürst des Friedens. Wenn Jesus sagt „Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden geb‘ ich euch“ dann meint er damit nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt. Christa Buchberger brachte die Erzählung von Fatima als lebendige Botschaft zu Gehör: Die drei Hirtenkinder von Fátima berichteten 1917 von Marienerscheinungen in Portugal. Ab 13. Mai sahen sie monatlich die Gottesmutter, die zu Gebeten und Sühne aufrief, um den Frieden zu erbitten. Die besonderen Ereignisse einschließlich des bekannten Sonnenwunders im Oktober, machten den Ort Fatima zum berühmten Wallfahrtsort. Diakon Walter Karger, Vorsitzender Fatima-Weltapostolat U.L.F. in Deutschland e.V., dankte für die Aufnahme der Nationalmadonna in Mais, und erläuterte die Besonderheit dieser speziell für Deutschland geweihten Gnadenstatue, die ausgesandt wird um die Botschaft von Fatima zu verkünden. Bereits 1967 hat man damit angefangen, durch Pfarreien, Klöster, Altenheime und Schulen zu ziehen. Nach vielen Jahren ist die Bewunderung abgeflacht, doch die Mutter Gottes weiß sich in Erinnerung zu bringen: 2017 wurde diese Begeisterung wieder aktiviert, um ihre „Pilgerreise in Deutschland“ erneut zu beleben. Seither wird uns die Madonna förmlich aus der Hand gerissen und für ihre ‚Besuche‘ in ganz Deutschland gebucht, womit sie vielen Menschen eine Freude macht, bekundete Walter Karger die Tendenz zu steigendem Interesse. „Verharren Sie in Stille vor ihr, beten Sie vor ihr, legen Sie ihr Ihre Sorgen und Nöte dar und fassen Sie sie an“ ermutigte der Diakon die Gläubigen, denen er abschließend mit einem Reliquiar den Einzelsegen erteilte. Gemeinsam sangen die Andachtsbesucher die zehn Strophen des Fatima-Liedes, in dem das Ereignis der Erscheinung melodisch zum Ausdruck kam. Pfarrer Augustinus wandte sich an die Gottesmutter, die wir als Königin des Friedens ehren. Mit Jesus hat ihr Gott das Geschenk des Friedens anvertraut. Die Königin des Rosenkranzes bittet uns, so wie die Hirtenkinder in Fatima, täglich den Rosenkranz zu beten, um den Frieden zu erlangen, den nur Gott geben kann. Das „Ave Maria“ mit dem Rosenkranzgesätz „…, der uns Friede ist…“ bekräftigte die Bitte der Andachtsbesucher um ihre Fürsprache ebenso wie das gemeinsam gesungene Lied „Maria, dich lieben ist allzeit mein Sinn“. Wie seit zehn Jahren bei den monatlichen Fatima-Rosenkranzgebeten in der St.-Josef-Kirche in Mais üblich, wird auch an diesem Abend mit dem volkstümlichen Marienlied „Es blüht der Blumen eine“ ein besonderer Schluss-Akzent zu diesem einzigartigen Anlass gesetzt.
Fatima-Botschaft weltweit lebendig
von Helga Brandl
Mais. Demutsvolles Gebet, euphorischer Gesang oder rhythmischer Tanz – die „Verehrung Unserer Lieben Frau von Fatima in der Weltkirche“ kennt viele Facetten, wie sich im Bild- und Filmmaterial zum gleichnamigen Vortrag im Rahmen des Besuchs der Fatima-Nationalmadonna in Mais widerspiegelte. Im Gasthof „zum Klement“ begrüßte Pfarrer Dr. Augustinus Kozdra neben zahlreichen Zuhörern den Referenten, Diakon Walter Karger, der zusammen mit seiner Ehefrau Ulrike schon viele Stationen bereiste, um die Versöhnungsbotschaft von Fatima mitzuerleben und als 1. Vorsitzender des Fatima-Weltapostolats U.L.F. in Deutschland e.V. zu intensivieren und weiterzugeben. „Wir begeben uns auf Zeitreise in das Jahr 1917, als in Europa der 1. Weltkrieg tobt, und auch in Portugal sind die Zustände dramatisch, da gegen die Kirche gekämpft wird. Gleichgültigkeit und Relativismus ist ein Krieg gegen den Glauben“ gab der Priester zu bedenken. Am 13. Mai erscheint die Muttergottes den Hirtenkindern Lúcia dos Santos (10) sowie ihren Cousins Francisco (9) und Jacinta Marto (7) zum ersten Mal – damit beginnt die weltumspannende Versöhnungsbotschaft von Fatima. Nach weiteren fünf Erscheinungen geschah am 13. Oktober 1917 in Fatima das Sonnenwunder vor zigtausend Anwesenden. Dieses übernatürliche Naturphänomen war der Gottesbeweis schlechthin - der Himmel gab ein Zeichen. Als Christen glauben wir an die Auferstehung, was sich sehr gut anhört. Wenn es aber fast 2000 Jahre nach Christus wirklich passiert, ist es schwer zu glauben. Da diese Erscheinungen in Fatima tatsächlich geschehen sind, fällten Päpste und kirchliche Vertreter ein positives Urteil. Diakon Karger griff die einleitenden Worte von Ortspfarrer Augustinus auf und war zutiefst überrascht, mit welcher Inbrunst im Sinne von Fatima in Mais gebetet wird. Mit einer derart großen Gruppe von über 50 Menschen ist die Welt hier noch völlig in Ordnung. Es stellt sich die Frage: Wie aktuell ist Fatima? Trotz mangelndem Interesses und Kirchenaustritten finden sich bei genauer Betrachtung in Deutschland kleine Gebetsgrüppchen und Fangruppen der Muttergottes. In der Welt gibt es zum Teil Massenbewegungen, die uns den Push gaben, die Aufgabe zur Verbreitung der Botschaft von Fatima für die Diözese Regensburg zu übernehmen. Die Botschaft von Fatima ist fast 110 Jahre alt, aber immer noch aktuell! Und angesichts der damals schwierigen Kriegssituation kann sie nahezu 1:1 auf die heutige Zeit übertragen werden. Unterwegs für den Frieden als Pilger der Hoffnung stieg Diakon Walter Karger in die Bilderpräsentation ein. Damit erfuhren die Besucher im Vortrag Wissenswertes über die Geschichte der Erscheinungen von Fatima und deren weitere Entwicklung. Die Gegend um das kleine Dorf in Portugal war geprägt von Steineichen und Oliven, wo die drei Hirtenkinder mit ihren Schafherden unterwegs waren. Nach den Erscheinungen erfuhr der Ort Fatima einen extremen Wandel zu einem der bedeutendsten Marienwallfahrtsorten der Welt. Doch bevor über einer Steineiche auf dem Feld namens Cova da Iria Unsere Liebe Frau in Gestalt einer weiß gekleideten Dame erschien, gab es zuvor im Frühjahr, Sommer und Herbst 1916 eine Erscheinung des Engels von Portugal, der die Kinder gewissermaßen vorbereitet, ihnen das Gebet gelehrt und das Geheimnis der Eucharistie erklärt hatte. Die Botschaft des Engels bezog sich zudem auf die Wiedergutmachung für die Sünden anderer, das Annehmen und Aufopfern von Leiden, sowie das Trösten Gottes. Bei den sechs Erscheinungen der Gottesmutter von Mai bis Oktober 1917 wünschte sie von den Kindern täglich den Rosenkranz zu beten für den Frieden, Leiden ertragen und aufopfern für die Bekehrung der Sünder, Sühne leisten für die Beleidigungen Gottes und eine Kapelle zu bauen. Sie kündigte an: das Ende des Ersten Weltkriegs; einen weiteren schlimmeren Krieg, wenn man nicht auf ihre Worte hört; die Weihe Russlands an ihr Unbeflecktes Herz und die Einführung der Herz-Mariä-Sühnesamstage; die Bekehrung Russlands und eine Zeit des Friedens; den Triumph ihres Unbefleckten Herzens, sowie ein Wunder und die Erscheinung des Hl. Josef mit dem Jesuskind am 13. Oktober 1917. Sie offenbarte ein Geheimnis, das aus drei Teilen besteht: Sie stärkt den Glauben an die Echtheit der Botschaft durch das Sonnenwunder vor 70.000 Menschen. Sie lehrt Gebete wie den Rosenkranz und das Opfern eigener Leiden für die Sünder. Noch im Kindesalter hat Gott seinen „Trostengel“ Francisco und seinen Sühneengel“ Jacinta zu sich geholt. Lucia, das älteste der drei Seherkinder entschied sich für das Ordensleben. Später gab es noch weitere Erscheinungen, wie jene im Dezember 1925 in Pontevedra als Grundlage der Herz-Mariä-Sühnesamstage: Sr. Lucia hat kurz nach ihrer Ankunft im Kloster Erscheinungen des Jesuskindes und der Gottesmutter. Im Juni 1929 hat sie im Kloster in Tuy eine Vision der Heiligsten Dreifaltigkeit. Dabei erscheint auch Unsere Liebe Frau von Fatima mit ihrem Unbefleckten Herzen in der Hand. Sie war es auch, die am 13. Februar 2005 kam, um Sr. Lucia heimzuholen. Lucias sterblicher Leib ruht, neben dem ihrer beiden Gefährten, in der Basilika von Fatima. Diakon Karger schwenkte den Blick auf die Funktion des Fatima-Apostolats weltweit mit dem Auftrag diese Botschaft in die Welt hinauszutragen. In den 50er Jahren führte die Peregrinatio die Statue durch mehrere Länder Afrikas, Indien, Ceylon, Thailand, Burma, Australien, Kanada, die Vereinigten Staaten, Südamerika, Österreich und die Schweiz. Aussagekräftige Fotos und Videosequenzen anderer internationaler Marienwallfahrtsorte nahmen breiten Raum ein und unterstrichen die begeisterten Erlebniserzählungen des Ehepaars Karger, das Pilgermadonnen persönlich nach Mbeya in Tansania/Afrika brachte und dort eine außergewöhnliche Gastfreundschaft mit unzähligen neuen Eindrücken erfuhr. Ihre kühnsten Erwartungen übertraf jedoch die Feier eines bewegten Gottesdienstes mit dem Bischof, der als persönlicher Begleiter den beiden „Bleichgesichtern“ Land und Leute näher brachte. Er zeigte ihnen den größten Grabenbruch „Great Rift Valley“ als Symbol für die Menschheit und die ganze Kirche. Die bunte Zeremonie der Eröffnung der Überraschungspakete toppte die euphorischen Gesänge mit rhythmischen Bewegungen tausender Marienverehrer – teils in ihrer blauen „Fatima-Uniform“ - vor dem Gotteshaus und in der Kathedrale. Frenetischer Jubel brandete auf, als ihr Bischof die Pilgermadonnen vor dem Altar zur Schau stellte und ihnen Krone und Rosenkranz anlegte. Bei derlei Anlässen mit Gabenprozession und Verehrung der Statue dauert ein Gottesdienst vier Stunden. Groß war die Freude dieser Menschen, die zugleich Demut wich, denn die Muttergottes ist ihr Rettungsanker, an dem sie sich festhalten. So finden sich auch an entlegenen Orten, kleinen Inseln wie Samoa oder auf den Philippinen weitere Fatima-Stationen. Ergriffen denken die Kargers an den Ausflug zum „Mbozi“, dem zweitgrößten Meteoriten Afrikas in der Mbeya-Region, die als Wiege der Menschheit gilt. Ihre Gastgeber verabschiedeten sie mit den Worten „asante sana!“ (Wir leben gut und sagen danke!). Danke sagte auch Christa Buchberger, die den Pilgermadonnen-Besuch in Mais arrangierte, und ein Präsent an Diakon Walter Karger überreichte. Nach zehn Jahren „Fatima-Rosenkranzgebet“ in Mais, das Rosa Vogl ins Leben rief, werden wir auch weiterhin daran festhalten.
Um den Frieden in der Welt gebetet
von Helga Brandl
Mais. Symbolisch betrachtet durchbrach der helle Schein, der von der Fatima-Nationalmadonna ausgeht, bei der Lichterprozession in Mais die Dunkelheit und brachte die Strahlkraft dieser Gnadenstatue zum Ausdruck. Am zweiten Tag des Besuchs der Fatima-Madonna feierten 100 Marienverehrer im Beisein von Ruhestandspfarrer Ambros Trummer, Pfarrer Augustinus und der Patres aus dem Neukirchner Franziskanerkloster zusammen mit Diakon Walter Karger eine beeindruckende Fatima-Andacht in der Kirche St. Josef. Der Vorsitzende des Fatima-Weltapostolats U.L.F. in Deutschland e.V. erklärt die Bedeutung und den Ursprung der Fatima-Nationalmadonna, die für Deutschland geweiht und in Auftrag gegeben wurde, nicht fest in einer Kirche zu verbleiben, sondern durch die Lande zu ziehen. Zum Abschluss ihrer zweitägigen Stationsreise in Mais betete die große Schar der Gläubigen in Gegenwart der Fatima-Madonna in der St.-Josef-Kirche um den Frieden in der Welt. Diakon Karger, der dafür verantwortlich zeichnet, dass die Botschaft von Fatima unter die Leute kommt, führte bei der Lichterprozession das Reliquiar mit kleinsten Fragmenten der Seherkinder Jacinta und Francisco mit, und erteilte am Schluss nochmals den Einzelsegen. Im Mittelpunkt der beeindruckenden Gebetszeit stand die Besinnung auf „Unsere Liebe Frau von Fatima“. Resi Prechtl fungierte als Vorbeterin des gemeinsamen Fatima-Rosenkranzgebets mit den jeweiligen Meditationstexten „… Jesus, bei dessen Geburt Engel den Frieden verkündeten“ , „… der unsere Schritte auf den Weg des Friedens lenkt“, „… der seliggepriesen hat, die Frieden stiften“, „… der seine Jünger gesandt hat, den Frieden zu bringen“ und „…der uns seinen Frieden hinterlassen hat“. Zwischen den einzelnen Rosenkranz-Geheimnissen erschallte der Liedruf des „Kleinen Lobpreises“. Einen meditativen Impuls setzten die zehn Strophen des bekanntesten Fatima-Liedes „Ave Maria von Fatima“ (auch „Am dreizehnten Maien“), das die wundersamen Marienerscheinungen vom 13. Mai 1917 besingt. Der Liedtext beschreibt die Erscheinung der Jungfrau Maria vor den drei Hirtenkindern im Tal von Cova da Iria, mahnt zur Umkehr, zum Rosenkranzgebet und zur Verehrung Mariens mit dem melodischen Refrain: Ave, Ave, Ave Maria. Rosa Vogl fügte dem „Gebet an Unsere Liebe Frau von Fatima“ ihre eigenen Gedanken an, in denen sie Zuversicht in schweren Zeiten sowie die Fürbitte an Maria, die Königin des Friedens, äußerte. Unter der Leitung von Thomas Schmatz umrahmten die Neukirchner Sänger die Fatima-Andacht mit herzergreifenden Marienliedern, und verknüpften die Verehrung der Gottesmutter mit dem Lied „Da knie ich Maria vor deinem Bild“. Zusammen sprachen alle Andachtsbesucher das Gebet für den Frieden, während das Sängerquartett mit „Hör o Mutter dies Gebet, das aus treuem Herzen geht“ die Bitte verband: Maria verlass uns nicht! Im wohlklingenden Volksgesang wirkte das deutsche Volkslied „Leise sinkt der Abend nieder“ wie ein Gebet. Zu Herzen ging das von den Neukirchner Sängern im Kanon vorgetragene Lied „Wenn ich ein Glöcklein wär‘, schön wollt ich läuten“. So läuteten auch die Kirchenglocken von St. Josef als Zeichen für den Beginn der Lichterprozession. Nachdem alle Besucher ihre Kerzen gegenseitig entzündet hatten, nahmen sie Aufstellung zum feierlichen Umzug, bei dem sie betend das Maiser Gotteshaus weiträumig umrundeten. In Begleitung der Priester und Ordensleute trugen vier Ministranten die Gnadenstatue durch die Straßen. Die Fatima-Madonna, deren Strahlkraft im übertragenen Sinne die Dunkelheit erhellte, stand im Mittelpunkt der Lichterprozession, die der Verehrung und der Bitte um Frieden diente. Die charismatische Ausstrahlung der Fatima-Nationalmadonna begeisterte und inspirierte die Menschen, die sie bewunderten. Diese Statue zeichnet sich durch eine Kombination aus künstlerischer Ausdruckskraft und symbolischer Tiefe aus, die über eine rein handwerkliche Darstellung hinausgeht. Sie umgibt eine fesselnde Aura im positiven Sinn, weshalb die Menschen ihr folgen – so wie dieser Tage. Nach der Lichterprozession kehrte die Pilgermadonna in den Kirchenraum zurück, den das kirchliche Lied „Großer Gott“ im Volksgesang erfüllte. Ruhestandspfarrer Ambros Trummer dankte im Namen von Pfarrer Augustinus allen Organisatoren und Besuchern. Er fasste seine abschließenden Gedanken in Worte: Wir sind zu Maria gegangen, wir sind bei Maria gewesen und haben Geborgenheit gespürt, wir haben unsere Sorgen und Nöte ins Gebet hineingelegt, wir sind mit Maria hinausgezogen. Unterwegs symbolhaft, dass Maria alle unsere Wege mitgeht. Wir gehen nun von Maria weg – gestärkt und voller Zuversicht mit dem Segen Gottes unter der Fürsprache Mariens und der 14 Nothelfer, wie sie im Altarraum der Maiser Kirche zugegen sind. Am Ende spendete Diakon Walter Karger mit dem Reliquiar den Einzelsegen: „Auf die Fürsprache der Heiligen Seherkinder segne dich der allmächtige Gott…“. Ulrike Karger bot den Andachtsbesuchern an, sich aus der „Schatzkiste mit diversen Fatima-Sprüchen“ ein Exemplar mit nach Hause zu nehmen. Damit sollen die Gläubigen an diese besondere Begegnung mit der Fatima-Nationalmadonna für Deutschland immer wieder erinnert werden.
23. Februar - 1. März 2026,
Oberkammlach, Pfarrkirche Maria Himmelfahrt
Auf ins 6. Jahr: 11er Wallfahrt'' mit der Fatima Nationalmadonna
Am Mittwoch, 11. Februar 2026, begann in der Pfarrkirche St. Dionysius Neunkirchen das sechste Jahr der 11er-Wallfahrt zu Unserer Lieben Frau von Lourdes. Die Wallfahrt wurde 2021 im Jubiläumsjahr „350 Jahre Maria-Hilf-Bild" ins Leben gerufen.
Für diesen Wallfahrtsabend besuchte uns die Fatima-Nationalmadonna für Deutschland, die am 13. Mai 1967 in Fatima vom hl. Papst Paul VI. für die deutsche Nation geweiht wurde. Mit päpstlichem Auftrag und Segen verbunden ist sie gleichsam eine große Gnaden-Statue.
Mit Beginn des feierlichen Rosenkranzes um 18:15 Uhr zogunser Pfarrer Thomas Kohlhepp mit den Ministranten und der wunderschön mit weißen Rosen geschmückten Fatima-Nationalmadonna, getragen von vier Mitgliedern der Kolpingsfamilie, in die Pfarrkirche ein. Musikalisch wurde die Feier von der 11 er-Schola gestaltet, die die Wallfahrten seit Beginn begleitet. Zum Einzug erklang ein feierliches „Ave Maria" mit der neuen lauretanischen Litanei. Um 19.00 Uhr folgte die Wallfahrtsmesse unter dem Leitwort „Maria, Heil der Kranken". Mit festlichem Orgel- und Trompetenklang sowie dem Neunkirchener Mariengruß, der Text verfasst von unserem Pfarrer, wurde unser Maria Hilf Bild würdevoll geehrt.
In seiner Predigt griff Pfarrer Thomas Kohlhepp die Worte von Papst Leo XIV. zum heutigen Weltgebetstag der Kranken auf. Er beschrieb unsere Zeit als geprägt von Schnelligkeit, ständiger Verfügbarkeit und wachsender Gleichgültigkeit. Diese Haltung erschwere es, innezuhalten und die Not andererwahrzunehmen. Der Verlust von Aufmerksamkeit für das Gute und Schöne führe zunehmend zu einem Verlust an Sinn und Mitmenschlichkeit. Christliche Antwort darauf sei die bewusste Entscheidungzur Liebe, die ihren Ursprung in Gott habe. Mit Blick auf Lourdes und Fatima wurde deutlich: Maria weist in ihren Botschaften stets auf diese göttliche Quelle hin. In Lourdes erinnere das Wasser an Heilung und Taufe, in Fatima rufe Maria zu Gebet, Umkehr und Frieden auf. Auffallend sei, dass ihre Botschaften durch Kinder weitergegeben wurden - Zeichen für Offenheit, Vertrauen und Bereitschaft zur Wahrheit. In Lourdes war es die damals 14-jährige Bernadette Soubirous und in Fatima die drei Hirtenkinder Lucia dos Santos sowie Francisco und Jacinta Marto.
Am Ende des Gottesdienstes wurde zahlreichen Mitwirkenden gedankt: den Mesnern Willi Fuchs und Stefan Diesenbacher für das Fahren der Nationalmadonna, den Trägern der Muttergottes, der Schola, der Lektorin und Kommunionhelferin, den Ministranten, dem „Mann am Stream", Pater Johannes Bosco für das Beichtsitzen, dem Organisten sowie den Trompetern für die feierliche musikalische Gestaltung. Ein besonderes Dankeschön gilt zudem Michaela Auer-Hartwich für den festlichen Blumenschmuck.
Im Anschluss an die Messe waren die Besucher eingeladen, den Einzelsegen mit dem Reliquiar der Seherkinder zu empfangen.
Text: Pfarrei St. Dionysus
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