KZ und Todesmärsche

Bei der Pilgerfahrt der Pilgermadonna im Herbst 2019 stießen wir mehrfach auf Hinweisschilder zu nahen Konzentrationslagern bzw. den dazu gehörigen Außenlagern. Wir sind diesen Hinweisen nachgegangen und kamen nach einem Besuch im KZ Flossenbürg beinahe zwangsläufig auf das Thema "Todesmärsche".

Außenlager des KZ Flossenbürg: Das Colosseum in Regensburg

Wie andere Hauptlager wird das KZ Flossenbürg ab 1942 zur Zentrale eines weit verzweigten Lagersystems. Seine annähernd 80 Außenlager erstrecken sich von Würzburg bis Prag und vom nördlichen Sachsen bis nach Niederbayern. In 27 Außenlagern befinden sich weibliche Häftlinge. Die Arbeitsbedingungen und Überlebenschancen der Häftlinge unterscheiden sich extrem.

Todesmärsche

Am 19. April 1945 wurde das Lager Flossenbürg geräumt. In vier Marschkolonnen mit je 2000 bis 4000 Personen wurden die Gefangenen Richtung KZ Dachau getrieben. Wer marschunfähig war wurde unterwegs erschossen und verscharrt.

Widerstand

Um die stigmatisierte Resl von Konnersreuth formierte sich eine Gruppe von Personen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Dazu gehörte auch der Journalist und Publizist Fritz Gerlich.

Jüdischer Friedhof in Steinrain

Eigentlich haben wir uns nur ein bisschen verfahren, als wir die Pilgermadonna im Kloster Mallersdorf abgeholt haben. Aber wir ahnen, dass da an der Straße bei Steinrain (Mallersdorf-Pfaffenberg) hinter einer Grünanlage verborgen eine Gedenkstätte sein könnte. In der Tat: ein jüdischer Friedhof. Es handelt sich um ein Ehrenmal für 67 jüdische Gefangene, die hier im Frühjahr 1945 bei einem Todesmarsch aus dem KZ Buchenwald erschossen worden waren.