Die Fatima Pilgermadonna für Deutschland

50 Jahre nach den Erscheinungen der Muttergottes pilgerte Papst Paul VI. nach Fatima. Am 13. Mai 1967 weihte er eine Statue Unserer Lieben Frau von Fatima speziell für Deutschland. Er verband damit den Auftrag, sie möge durch die Diözesen, Pfarreien, Klöster, Altersheime und Schulen getragen werden. Sie soll also möglichst viel von Ort zu Ort wandern, um zu den Menschen zu kommen. Das Fatima Weltapostolat U. L. F. in Deutschland bekam den Auftrag, die Pilgerfahrt der Muttergottes zu betreuen.

Nach dem Jubiläumsjahr 2017 begann sie ihre Pilgerfahrt in der Erzdiözese Paderborn. Danach war sie nach unserem Kenntnisstand erstmals in einer bayerischen Diözese, in Regensburg. Und sie will noch mehr: Sie will expandieren. Im Juli 2020 ist sie erstmals in den neuen Bundesländern und besucht Pfarreien und Klöster in der Diözese Dresden.

Die Fatima-Pilgermadonna für Deutschland in der
bischöflichen Kapelle in Regensburg im Oktober 2019

Ein Schild mit Hinweis auf die besondere Bedeutung der Gnadenstatue begleitet die Muttergottes seit Beginn ihrer Pilgerreise.

Der Text lautet:

Diese Statue ist die alleinige
NATIONALE
DEUTSCHE FATIMA
PILGER MADONNA
Geweiht 1967 von Papst Paul VI. für die deutsche Nation.
Mit päpstlichen Auftrag und Segen
verbunden ist sie gleichsam eine
grosse GNADEN Statue.

An einigen Orten wird die Statue auch als "Fatima National Madonna" bezeichnet.

Geschichte der Pilgerfahrten ab 1947

 Ein Auszug aus der von Frau Maria Babel zum 90jährigen Jubiläum der Erscheinungen verfassten Schrift „Unterwegs für den Frieden“:

Fatima Statuen wurden seit den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Kirchen der ganzen Welt aufgestellt. Sogar in das kommunistische Russland  und nach Ungarn sind auf geheimen Wegen Statuen „Unserer Lieben Frau von Fatima“ gelangt.

1947 wagte man die erste Pilgerfahrt mit einer vom Bischof von Leiria, Correia da Silva, zur Verfügung gestellten und nach den Angaben der Seherin Lucia gefertigten Marienstatue durch Portugal nach Spanien, Frankreich, Belgien, Holland und Luxemburg, wo die Mosel die Grenze zu Deutschland bildet. Am deutschen Ufer zog eine zweite Prozession mit und begleitete von weitem die Muttergottes.

1948 führte die Peregrinatio die Statue durch mehrere Länder Afrikas, 1949 durch Indien, 1950 durch Ceylon, Thailand und Burma. 1951 wurde die Statue durch Australien getragen. Andere Länder wollten an den geistlichen Wohltaten der Welt-Peregrinatio teilhaben, doch schien ihnen die Wartezeit auf die Statue allzu lang. So wurden weitere Statuen in der Cova da Iria vom Bischof von Leiria geweiht und ausgesandt. Pilgerfahrten führten durch Kanada und die Vereinigten Staaten (1947) und durch Länder Südamerikas. In Österreich waren 1950 und in der Schweiz 1952 Fatima-Marienfiguren unterwegs.

Seit 1953 bis zu Beginn der 60er Jahre fanden in Deutschland Pilgerfahrten der Fatima-Madonna statt. Von bischöflicher Seite ging die erste Anregung zu einer Peregrinatio Mariae 1954 vom Kölner Kardinal Josef Frings aus. „Um den besonderen Schutz der Gottesmutter zu erflehen“, entschloss er sich, eine Pilgerfahrt auch in seiner Diözese durchzuführen. Insgesamt sieben Monate, von Mai bis Dezember 1954, durchwanderte „Unsere Liebe Frau von Fatima“ die Erzdiözese Köln. Die Pilgerfahrt musste zweimal verlängert werden, um den Wünschen aus den Pfarrgemeinden gerecht zu werden. Zum Abschluss der Kölner Peregrinatio und des von Papst Pius XII. proklamierten Marianischen Jahres fand im Kölner Dom ein marianisches Triduum statt. Bei der Abschlussfeier hielt Kardinal Frings die Predigt.

Auf dem 76. Deutschen Katholikentag 1954 in Fulda weihte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Joseph Kardinal Frings, zusammen mit den fast vollzählig anwesenden deutschen Bischöfen am 4. September als Höhepunkt des „Marianischen Jahres“ Deutschland dem Unbefleckten Herzen Mariens“

Die vollständige Schrift von Maria Babel können Sie sich als pdf-Dokument anschauen.

 

Über die ersten Pilgerfahrten der von Papst Paul VI. 1967 speziell für Deutschland geweihten Fatima-Pilgermadonna liegen uns bislang keine Informationen vor.

Pilgerreise der Fatima-Nationalmadonna in 2020

Die Pilgerreisen der Fatima-Nationalmadonna
stehen in diesem Jahr unter dem Motto:
Dank für 75 Jahre Frieden und 30 Jahre Einheit in Deutschland

Mitte Februar verlässt die Fatima-Nationalmadonna ihren Stammsitz im Fatima-Gebetszentrum Büren, Erzbistum Paderborn. Die Pilgerreise beginnt dieses Jahr im Bistum Münster.
Anfang März bis Ende April pilgert die Madonna durch das Bistum Fulda.
Anfang Mai bis Ende Juni ist sie wieder im Bistum Regensburg zu Gast.
Anfang Juli bis Mitte August wird sie dann wieder im Erzbistum Paderborn und auch im Gut Holthausen verweilen.
Mitte bis Ende August pilgert sie über das Bistum Aachen und Saarland wieder zurück ins Erzbistum Paderborn.
Danach wird sie die erste Oktoberhälfte im Bistum Hildesheim verbringen.
Die zweite Oktoberhälfte und den November bleibt die Nationalmadonna im Erzbistum Paderborn.

Sobald genaue Termine und Veranstaltungen vorliegen, werden wir diese hier veröffentlichen.

Ansprechpartner für Terminwünsche zum Besuch der Fatima-Nationalmadonna:
Herr Gerd Schlüter, Leiter des Fatima-Weltapostolates im Erzbistum Paderborn
Hanebrink 17, 33397 Rietberg, Tel. 02944-359, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Weitere Informationen:
Fatima-Gebetszentrum Büren, Erzbistum Paderborn
https://fatima-zentrum.de/
Die Pilgermadonna auf YouTube
https://www.youtube.com/results?search_query=fatima+bewegt
Fatima-Weltapostolat Bistum Regensburg
https://www.fatima-weltapostolat.de/bistum_regensburg.htm