In der Krise auf Gott bauen

Liebe Verehrer der Rosenkranzkönigin von Fatima,

unsere moderne Wohlstandsgesellschaft kehrt Gott mehr und mehr den Rücken und der Mensch macht sich selbst zum Maß aller Dinge. Der Kreis, der Gott und der Kirche die Treue hält, wird immer kleiner. Sind daher nicht gerade heute Gebet mit Buße und Sühne besonders wichtig, damit die Menschheit nicht wieder in neues Unheil gerät?

Genau diese Fragen sollten wir uns stellen bei der momentanen Weltsituation. In vielen Erdteilen wütet immer noch Krieg und die neue Geißel der Menschheit heißt Corona-Virus. Ein kleiner Virus, der die ganze Weltordnung durcheinanderbringt. Bei den Menschen geht die Angst um, sie fürchten um ihre Gesundheit, ihr Leben, ihren wirtschaftlichen Wohlstand und andere Dinge. An dieser Situation zeigt sich, wie schnell unser selbstgeschaffenes Weltbild zusammenbrechen kann. Täglich verändert sich die Situation und wird im Moment immer schlimmer. Medikamente und Impfungen stehen noch nicht zur Verfügung. Wo finden wir Hilfe?

Denken wir zurück an geschichtliche Ereignisse, bei denen die Christen in großer Gefahr zum Rosenkranz griffen. Denken wir an die Zusage Mariens, dass wir mit dem Rosenkranzgebet selbst Kriege verhindern könnten. Wenn wir mit tiefem Vertrauen gemeinsam auf dieses alte und doch so hochaktuelle Gebet zurückgreifen, können wir auch diese Krise und Notsituation mit der Hilfe des Himmels bewältigen.

Seeschlacht von Lepanto 1571
Am 7. Oktober 1571 siegte eine zahlenmäßig unterlegene christliche
Streitmacht in der Seeschlacht von Lepanto gegen die Osmanen.
Damit war die türkische Vorherrschaft im Mittelmeer gebrochen.
Dieser Sieg wird auf das Gebet des Rosenkranzes zurückgeführt,
zu dem Papst Pius der V. aufgerufen hatte.
Ein Jahr später wurde das Rosenkranzfest am 7. Oktober eingeführt.
Bild: Gemeinfrei
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=142856

 Jetzt, wo selbst Kirchen geschlossen werden, geht die Initiative an jeden Einzelnen von uns. Bilden wir Gebetsketten! Schaffen wir kleine Gebetskreise mit Freunden oder in der Familie, vertrauend auf das Wort Christi: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“. Diese Gebetskreise sollten wir auch nach dieser Krise beibehalten, um dem Glauben in unserer Gesellschaft eine neue Basis zu geben.

Damit verhelfen wir den drei göttlichen Tugenden zu neuer Bedeutung: Glaube, der wachsen kann in der Gemeinschaft und durch das gemeinsame Gebet; Hoffnung, genährt durch unseren Glauben, die uns Kraft gibt in dieser Notzeit; Liebe, die wir geben und erfahren durch das Miteinander und gegenseitige Helfen und die ihre Krönung erfährt in der Liebe zu Gott.

Lassen Sie uns die Zeit nutzen zu einem neuen Anfang im Miteinander und in der Nähe zu Gott und unserem Glauben.

Nehmen wir die Rosenkranzkönigin von Fatima ernst mit ihren Bitten. Dann wird sich nicht nur unser Leben positiv verändern, sondern die ganze Weltsituation mit ihren Kriegen und der momentanen Corona-Weltkatastrophe wird einen guten Ausgang finden.

Das wünsche ich Ihnen allen und möchte schließen mit einem Zitat eines ehemaligen Lehrers von mir:
„Vergesst ihr das Beten nicht, dann vergisst Gott euch nicht“.


Herzliche Grüße und Gottes reichen Segen auf die Fürsprache Unserer Lieben Frau von Fatima
Gerd Schlüter, Leiter Fatima-Weltapostolat Erzbistum Paderborn
Erika Flügel, Fatima-Sekretariat Deutschland

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