6. Schriftlesung aus dem Lukas-Evangelium

In jener Zeit wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazareth zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria.

Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir.

Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe. Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen und seine Herrschaft wird kein Ende haben.

Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?

Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden.

Auch Elisabet, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich.

Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel. (Lk 1,26-38)

7. Betrachtung

Der Engel betritt das Haus Mariens in Nazareth und begrüßt Maria. Es ist derselbe Gruß, mit dem wir heute beim Rosenkranz-Gebet die Muttergottes grüßen: Gegrüßet seist du, Maria. Du bist voll der Gnade. Der Herr ist mit dir. Es ist ein Gruß, der so viel Hochachtung, Wertschätzung und Liebe ausdrückt. Gott hat Maria von Ewigkeit her erwählt, Mutter seines Sohnes zu werden. Für diese Aufgabe und Berufung hat er sie vorbereitet. Jesus wiederum hat seine Mutter vom Kreuz herab auserwählt, unsere Mutter zu sein. Das ist ihre Berufung für alle Zeiten.

Maria hat Ja gesagt zu uns. Jeden einzelnen von uns hat sie als ihr geliebtes Kind angenommen. Die Muttergottes will nur das Beste für uns. In Fatima ist sie den drei Hirtenkindern erschienen. Ihnen hat sie Botschaften anvertraut, die bis heute Gültigkeit haben, und die sie heute auch uns sagen will. Maria bittet uns, täglich den Rosenkranz zu beten. Warum? Um den Frieden zu erlangen. Für uns persönlich den Frieden im eigenen Herzen, aber auch den Frieden in Ehe und Familie, in Gesellschaft, Kirche und Welt; ganz besonders auch in Europa und in Deutschland.

Warum wählt Maria den Rosenkranz? Weil der Rosen­kranz so einfach ist. Weil die Muttergottes uns durch den Rosenkranz zu Jesus führen will. Die hl. Mutter    Teresa lehrt uns: Wer den Rosenkranz hält, der hält die Hand der Muttergottes.

Wir lassen uns beim Rosenkranz-Gebet von Maria an der Hand nehmen. Wir beten auch stellvertretend für die vielen, die Gott nicht kennen oder sich losgesagt haben von ihm. Wir beten, um Gott zu trösten, der durch die Sünde so sehr beleidigt wird. Jesus und seine Mutter freuen sich, wenn wir den Rosenkranz beten; uns wiederum wird der Rosenkranz Frieden, Freude und Heil schenken.

8. Gebet zu Maria

A: Maria, wir grüßen dich als Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz. Du bist unsere Mutter, wir sind deine Kinder. Führe uns zu Jesus. Hilf uns, Jesus zu erkennen und anzubeten. Dein Sohn will uns das ewige Heil schenken. Maria, wir bitten dich: sei uns Mutter, sei uns Mittlerin aller Gnaden. Mutter Maria, auf deine Bitten wollen wir hören.

 

V: Wir beten mit Maria das Rosenkranz-Geheimnis:

…Jesus, der uns Maria zur Mutter gegeben hat.

A: Gegrüßet seist du, Maria…

9. Lasst uns: Heilig, heilig! singen (GL 820, 1 + 2)

       Aussetzung des Allerheiligsten

10. Gebet zu Jesus Christus

V: Herr Jesus Christus, du bist Kind geworden im Schoß deiner Mutter Maria. Du bist jetzt unter uns im Allerheiligsten Sakrament des Altares. Du verbirgst dich in einem unscheinbaren Stück Brot. Nur mit den Augen des Glaubens lässt du dich erkennen. Als Immanuel „Gott mit uns“ bist du auf die Welt gekommen; in der Eucharistie willst du weiterhin als „Gott mit uns“ jedem Menschen nahe sein. Deine Mutter ist immer da, wo du bist.

A: So wollen wir dich anbeten zusammen mit deiner Mutter und mit allen Engeln und Heiligen. So wie dich deine Mutter Maria schon in der Krippe angebetet hat, so wollen wir dich als Kinder Mariens jetzt in der Eucharistie anbeten. Wir wollen dich anbeten und trösten wie dich die Kinder von Fatima angebetet und getröstet haben. Wir wollen stellvertretend um Vergebung bitten für all die Menschen, die dich nicht lieben und dich nicht anbeten.

11. Das Gebet des Engels (Fatima)

Wir beten gemeinsam: „Mein Gott, ich glaube an dich, ich bete dich an, ich hoffe auf dich, ich liebe dich. Ich

bitte dich um Verzeihung für jene, die nicht an dich glauben, dich nicht anbeten, auf dich nicht hoffen und dich nicht lieben.“

12. Schönster Herr Jesu (GL 364, 1 + 2)

13. Fürbitten

Lasst uns zu Jesus Christus beten:

V    Herr Jesus Christus, lehre uns in inniger Verbindung mit dir zu leben und voll Vertrauen zu beten.

A    Wir bitten dich, erhöre uns.

V    Lass uns deine Mutter Maria immer mehr erkennen und lieben.

A    Wir bitten dich…

V    Hilf uns, an der Hand deiner Mutter die Kraft und Schönheit des Rosenkranzgebetes zu erfahren.

A    Wir bitten dich…

V    Zeige uns im Heiligen Geist, worum wir in rechter Weise beten sollen.

A    Wir bitten dich…

V    Nimm unsere Verstorbenen auf in deine Herrlichkeit.

A    Wir bitten dich…

Herr Jesus Christus, darum bitten wir dich auf die Fürsprache deiner Mutter und der hl. Kinder von Fatima.

Amen.

14. Sakrament der Liebe Gottes (GL 495)

15. Anrufung und Gebet (GL 592, 4)

Lt:  Brot vom Himmel hast du ihnen gegeben.

A.: Das alle Erquickung in sich birgt.

Lt: Lasset uns beten.

Herr Jesus Christus, im wunderbaren Sakrament des Altares hast du uns das Gedächtnis deines Leidens und deiner Auferstehung hinterlassen. Gib uns die Gnade, die heiligen Geheimnisse deines Leibes und  Blutes so zu verehren, dass uns die Frucht der Erlösung zuteil wird. Der du lebst und herrschest in Ewigkeit.

A: Amen

16. Eucharistischer Segen

17. Rosenkranzkönigin (GL 876)