Jacintas frühes Sterben

Erscheinung der Muttergottes während Jacintas Krankheit

Als Jacinta schon todkrank war, ist ihr die Muttergottes zu Hause erschienen. Die Muttergottes fragte Jacinta, ob sie noch länger auf Erden bleiben wolle, um für die Bekehrung der Sünder zu leiden. Jacinta antwortete mit „ja“. Das zeigt die tiefe Beziehung zwischen Jacinta und der Muttergottes. Wenn Gott will, dass sie noch länger auf Erden bleibt,  dann will sie, Jacinta,  das auch. Zu ihrer Cousine Lucia sagte Jacinta: „Unsere Liebe Frau will, dass ich in zwei Krankenhäuser komme, aber nicht, um geheilt zu werden, sondern um noch mehr aus Liebe zum Heiland und für die Sünder zu leiden.“

Kurz bevor Jacinta ins Krankenhaus musste, sagte sie zu Lucia:

„Es dauert nicht mehr lange, bis ich in den Himmel gehe. Du bleibst hier, um den Menschen zu sagen, dass Gott die Andacht zum Unbefleckten Herzen Mariens in der Welt fest begründen will. Wenn die Zeit gekommen ist, darüber zu sprechen, dann verbirg dich nicht. Sage es allen, dass Gott uns die Gnaden durch das Unbefleckte Herz Mariens schenkt, dass die Menschen sie erbitten müssen, dass das Herz Jesu will, dass an seiner Seite auch das Herz unserer himmlischen Mutter verehrt wird. Man soll den Frieden von unserer himmlischen Mutter erbitten, da Gott ihn ihr anvertraut hat. Könnte ich doch jedem Herzen die Flamme mitteilen, die mir in der Brust brennt und mich das Herz Jesu und Mariens so sehr lieben lässt!“

Lúcia besuchte Jacinta im Krankenhaus von Vila Nova de Ourem. Sie fand Jacinta immer froh, weil sie für andere opfern konnte.

Jacinta im Waisenhaus und im Krankenhaus von Lissabon

Francisco war schon verstorben, und die Familie wollte alles tun, um den kleinen Liebling Jacinta zu retten.

Zunächst kam sie am 21. Januar 1920 ins Waisenhaus von Lissabon. Die Familie hatte kein Geld, um bei ihr zu bleiben. Jacintas Zimmer hatte eine direkte Verbindung zur Hauskapelle, so dass sie beständig zum Tabernakel schauen und mit dem verborgenen Jesus sprechen konnte.

Am 2. Februar 1920 kam sie ins Kinderkrankenhaus Dona Estefania. Sie lag im Bett Nr. 38.

Krankenhaus in Lissabon

Jacinta hatte wegen einer eitrigen Rippenfellentzündung eine Seitenwunde in der Brust, aus der beständig Eiter lief. Sie wurde ohne Narkose operiert, nur mit örtlicher Betäubung.

Sie starb am 20. Februar 1920. Alleine. Auch ohne den Trost der hl. Eucharistie. Die Tage im Krankenhaus Dona Estefania  musste sie ohne den verborgenen Jesus verbringen. Sie bat den Priester kurz vor ihrem Sterben um die Eucharistie. Er vertröstete sie auf den kommenden Tag.

Eingang zur Krankenhauskapelle
Eingang zur Krankenhaus-Kapelle

Sterben und Begräbnis

Das größte Leiden für Jacinta war: alleine im Krankenhaus zu sterben. Die Muttergottes hatte es ihr vorausgesagt. Damals starb keiner im Krankenhaus, jeder starb zu Hause bei seiner Familie. Jacinta hat die Einsamkeit des Sterbens im Krankenhaus erlitten – also das Leiden unserer Zeit.

Jacinta bekam ein Grab bei einer vermögenden Familie in Ourem, weil ihre eigene Familie mittellos war. Am 12. September 1935 wurde ihr Sarg geöffnet. Man fand sie unverwest. Sie wurde dann am Friedhof von Fatima beigesetzt.

Krankenhaus-Kapelle
Krankenhaus-Kapelle

1951 wurde sie in die Rosenkranzbasilika überführt.

Der Bischof schickte Lúcia im November 1935 das Foto der unverwesten Jacinta. Da kamen in Lúcia Erinnerungen hoch. Der Bischof bat sie, alles über Jacinta aufzuschreiben.

Jacinta war der 1. Apostel von Fatima: lebend und tot.

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