Kinder werden festgehalten,
13. August 1917

Ourem (Gefängnis)

Die glaubensfeindliche Presse hatte die Ereignisse in Fatima so publik gemacht, dass ca. 20.000 Menschen zur Cova da Iria gekommen waren. Aber Lucias Vater wurde aufgefordert, seine Tochter zum Hause des Onkels zu bringen, wo der Bezirksverwalter versuchte, den drei Kindern das Geheimnis zu entlocken und das Versprechen abzuringen, nicht mehr zur Cova da Iria zu gehen. Unverrichteter Dinge schickte er die Kinder zum Pfarrhaus, wo der Pfarrer die Kinder in dessen Anwesenheit verhörte. Nach dem Verhör wollte er die Kinder zur Erscheinungsstätte bringen, fuhr sie aber direkt nach Ourem ins Gefängnis. Auch im Haus des Bezirkskommissars nützten Schmeicheleien, Versprechen, Drohungen und Quälereien nicht, den Kindern das Geheimnis, das Maria ihnen am dreizehnten Juli anvertraut hatte, zu entlocken. Auch die Drohung, sie lebendig zu verbrennen, half dem Logenführer der Freimaurer nichts. Zwei Tage dauerten die Verhören. Die Kinder opferten ihre Tränen, Ängste und das Heimweh nach ihren Eltern für die Bekehrung der Sünder auf und für den Heiligen Vater. Kniend beteten sie mit den Gefangenen den Rosenkranz. Nach zwei Tagen wurden sie am Fest Mariä Himmelfahrt zurückgebracht.

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