Gnade und Erbarmen – das Geschenk von Fatima
Internationales Seminar des Fatima-Weltapostolates in Fatima
Diakon Walter Karger, Ulrike Karger
Fatima-Apostolat Regensburg
Vom 25. – 29. Juni 2018 fand im Haus des Fatima-Weltapostolates „Domus Pacis“ in Fatima ein internationales Seminar statt. Das Motto des Seminars folgte dem offiziellen Motto des Heiligtums von Fatima zur Vertiefung des 100jährigen Fatima-Jubiläums.
Die Verantwortlichen vom Internationalen Sekretariat des Fatima-Welt-Apostolates freuten sich, 160 Teilnehmer aus 33 Nationen begrüßen zu können. Besonders große Gruppen kamen aus den afrikanischen Ländern, aus Südkorea und aus Panama.
Eröffnung des Seminars
Eröffnet wurde das Seminar von Professor Americo López-Ortiz, dem Internationalen Präsidenten des Fatima-Welt-Apostolates (kurz: WAF).
„Die Fatima-Familie ist hier versammelt, um mit der Muttergottes ein neues Pfingsten zu erbitten…Die Botschaft von Fatima ist mit einer spirituellen Reinigung der Kirche verbunden…Es geht darum, Menschen zu Christus zu führen und Menschen zurück zu bringen zur Kirche. Es geht um die Formung der Familien durch die Botschaft von Fatima: eine Botschaft, die ewig neu und aktuell ist.“
Auch Antonio Marto, Bischof und designierter Kardinal der Diözese Leiria-Fatima, ließ es sich nicht nehmen, einige Grußworte zusprechen: „Ich komme als Bischof, als Bruder. Ich danke für all die Liebe, die mir entgegen gebracht wurde. Ich danke allen, die als Botschafter Unserer Lieben Frau die Botschaft in die ganze Welt tragen.
Im Jahr 2017 kamen 9 Millionen Pilger von überall her nach Fatima. Höhepunkt des Jubiläumsjahres war der Besuch des Papstes verbunden mit der Heiligsprechung der Kinder. Das war ein Geschenk des Papstes an das Heiligtum von Fatima. Die Heiligkeit der Kinder war die Konsequenz der Liebe, mit der sie auf die Botschaft der Muttergottes geantwortet haben. Als die Muttergottes sie fragte, ob sie Sühne leisten wollten für alle Sünden, da sagten sie Ja. Obwohl sie wussten, dass sie viel zu leiden haben würden.
Die ganze Menschheit erlebt einen Moment der Konfusion. Es scheint, dass das Böse große Kraft hat. „Gnade und Erbarmen“ für die Welt, durch Maria. „Gnade und Erbarmen“ auch für die Kirche, für die Verfolgten. Gebet, Anbetung, die 5 ersten Samstage, die Sühnekommunion sind die Konsequenz von „Gnade und Erbarmen“, die wir empfangen. Das Herz der Muttergottes wird immer unser Trost sein.“ Mit diesen Worten erhob sich Bischof Antonio und fuhr mit den guten Wünschen der Teilnehmer sofort nach Rom zur Kardinalserhebung.
Gott im Zentrum
Die Reihe der Vorträge begann der Priester José Nuno Silva, Direktor für die Abteilung Pastoral vom Heiligtum von Fatima, mit seinen Ausführungen über die zentrale Stellung Gottes in der Botschaft von Fatima. Er hob hervor, dass die Kinder als erstes vom Engel ein Gebet lernen: „Mein Gott, ich glaube an dich, ich bete dich an, ich hoffe auf dich, ich liebe dich…“
Dies Gebet führt direkt in die Anbetung Gottes. Anbetung heißt: vor Gott knien. „Anbetung bringt Gnade in unser Herz“, so der Redner. Viele Menschen wissen nichts von der Kirche. Der Kommunismus hat ihre Herzen leer gemacht. Die Botschaft von Fatima will gerade deren Herzen füllen.
Es ist wichtig, anzubeten. „Lasst Gott in eure Herzen kommen! Begebt euch mit eurem Herzen in die Nähe des Herzens Jesu“, rief der Priester den Teilnehmern zu. Es ist notwendig, sich dem Herzen Gottes zu nähern. Maria will, dass wir den Rosenkranz beten, aber letztlich will sie die Menschen zur Anbetung Gottes führen.
Der Triumph des Unbefleckten Herzens
Pedro Valinho Gomes, der Pilgerdirektor des Heiligtums sprach über das Unbefleckte Herz Mariens. Er wies darauf hin, dass schon bei den Engelserscheinungen im Jahr 1916 immer die Rede vom Herzen Jesu und vom Herzen Mariens ist. Das Herz Mariens ist unbefleckt. Das Herz Mariens leidet. Es ist von Dornen umgeben. Aber: „Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren“, sagt die Muttergottes. Wie kann das Herz mit Dornen triumphieren? Welcher Sieg kann das sein? Es wird kein persönlicher Erfolg sein. Bei Maria dreht sich alles um Gott. Den Menschen wird das Unbefleckte Herz Mariens angeboten. Das Unbefleckte Herz bedeutet Selbsthingabe. In dem Maß, in dem sich unser Herz dem Unbefleckten Herzen Mariens nähert, in dem Maße nähern wir uns Gott. Maria stellt sich vor Gott hin und will nur das, was Gott will. Sie weiß nicht, was es bedeutet, Mutter Jesu zu sein. Sie gibt einfach ihr fiat. Sie weiht ihm ihr Leben. Sie stellt sich Gott zur Verfügung. Sie vertraut ihm. Das Unbefleckte Herz weist auf Gott. Es lädt uns ein, unsere Herzen zu Gott zu erheben und wie Maria ganz für Gott zu leben. Das ist der Triumph des Unbefleckten Herzens Mariens: wenn auch ihre Kinder ganz für Gott leben.
Maria, der Rosenkranz und der Frieden
Der Vortrag von Marco Duarte beschäftigte sich mit dem Auftrag von Fatima: dem Beten des Rosenkranzes, um den Frieden in der Welt zu erlangen. Nur die Muttergottes kann den Frieden bringen. Der Frieden ist ihr von Gott anvertraut. Papst Johannes Paul II. erklärte in seinem Schreiben über den Rosenkranz, dass der Rosenkranz eine Betrachtung Jesu ist. Wenn man das Mysterium Christi beim Rosenkranzgebet betrachtet, macht man eine Betrachtung des Friedens. Der Rosenkranz führt zum Frieden. Mit dem Rosenkranz werden wir Erbauer des Friedens in der Welt. Mit dem Rosenkranz können wir Schlachten gewinnen.
Wir haben den Auftrag, so Marco Duarte, hinauszugehen und Menschen des Friedens zu sein. Terrorismus ist das schlimmste Szenario, das wir derzeit auf der Welt haben. Deswegen ist es so wichtig, die Botschaft von Fatima weiterzugeben. Es ist eine Botschaft für die ganze Welt. Es ist eine Botschaft für Kriegszeiten, für Zeiten des Kalten Krieges und nun für eine Zeit, in der verschiedene Gruppierungen die Welt terrorisieren.
Erfahrungsaustausch
Neben den überaus interessanten Vorträgen waren vor allem die persönlichen Begegnungen und Gespräche in den Kaffeepausen oder beim Essen von unschätzbarem Wert. Jedes Mal saß man mit anderen Teilnehmern am Tisch und tauschte seine Erfahrungen aus. Wie staunte der Priester aus Afrika, dass der deutsche Diakon in 2 ½ Jahren 9 Kinder getauft hatte. Und wie staunte dann der Diakon, dass der afrikanische Priester allein in der Osternacht dieses Jahres ca. 300 Kindern die Taufe gespendet hat. Übers Jahr verteilt seien es weit über tausend Taufen. An den deutschen Diakon erging die herzliche Einladung, in der afrikanischen Pfarrei beim Taufen zu helfen. Und wie staunten wir über die Großherzigkeit der afrikanischen Krankenschwester, die jedes Jahr drei Monate in Deutschland arbeitet und die Hälfte des Gehaltes für Jesus und die Muttergottes von Fatima hergibt, z.B. um Fatima-Statuen für andere Pfarreien in ihrer Heimat zu erwerben. Nach wenigen Gesprächen wurde deutlich, wie reich wir in Deutschland sind, materiell gesehen, aber wie arm im Herzen; andererseits: wie arm die Menschen in Afrika sind, aber wie großherzig und warm, humorvoll und immer voll Hoffnung und Freude trotz aller Armut.
Gott sucht…Mitarbeiter
Zu den Teilnehmern sprach auch Sr. Angela Coelho, Ordensfrau, praktizierende Ärztin, Postulatorin beim Heiligsprechungsprozess von Jacinta und Francisco, nun Vize-Postulatorin beim Seligsprechungsprozess von Sr. Lúcia. In ihrem Vortrag betonte sie, dass es in Fatima um den Frieden geht und um die Rettung der Seelen. Deswegen kommt die Muttergottes nach Fatima. Die Überschrift über Fatima könnte lauten: „Gott sucht…“ Gott sucht Menschen, die mit ihm mitarbeiten. Das beinhaltet die Frage der Muttergottes an die Kinder bei ihrer ersten Erscheinung am 13. Mai 1917: „Wollt ihr euch Gott anbieten, um alle Leiden zu ertragen…für die Bekehrung der Sünder?“ Es geht in Fatima also um unsere Mitarbeit bei der Rettung der Seelen.
Am 13. Mai 2000 wurden die Kinder Francisco und Jacinta selig gesprochen. Bis zum Jahr 1981 war es Gesetz der Kirche, dass es keine heiligen Kinder gibt, geben kann. Bischöfe aus aller Welt traten an Papst Johannes Paul II. heran. Daraufhin erfolgte eine Prüfung: Können auch Kinder schon heroisch in der Übung der Tugenden sein?
Francisco und Jacinta waren ganz normale Kinder. Jacinta war eigenwillig und leicht eingeschnappt. Ihr Bruder Francisco war eher phlegmatisch.
Die Kinder sind also nicht als Heilige geboren. Jacinta und Francisco erfuhren aber eine vollkommene Bekehrung. Die Mitte ihres Lebens veränderte sich. Umkehr bedeutet: Es dreht sich nicht mehr um mich. Nicht ich bin die Mitte. Vielmehr erkannten sie, wer Gott ist, wie sehr er uns liebt und dass er auch von uns geliebt werden will.
„Das Leben der Kinder zu betrachten, ist Teil der Botschaft von Fatima“, sagte die Postulatorin. Derzeit ist es ihre Aufgabe, sich um das Leben des 3. Seherkindes von Fatima zu kümmern, um Lucia, die als Karmelitin hochbetagt verstorben ist und deren Seligsprechungsprozess vorbereitet wird. Ein Wunder ist auf die Fürsprache Lucias bereits geschehen, aber es gilt nun, den enormen Schriftverkehr Sr. Lucias zu sichten und zu prüfen. Die Postulatorin bittet die Gläubigen um Geduld.
Der Weg der Kinder
Das Leben der Kinder betrachten – das taten die Teilnehmer, indem sie sich auf den Weg der Kinder begaben. Den Weg nämlich, den die Kinder täglich mit ihren Schafen gegangen sind, den Weg, auf dem ihnen zuerst der Engel erschienen ist und dann die Muttergottes. Die Teilnehmer hatten auch Gelegenheit, ins Heimatdorf der Kinder, nach Aljustrel, zu gehen und die Häuser der Kinder aufzusuchen. So sahen sie im Haus der Familie Marto das Zimmer, in dem Francisco und Jacinta geboren sind sowie das Sterbezimmer von Francisco. Die kleine Jacinta ist nicht zu Hause gestorben. Sie starb allein, ohne Mama und Papa im Krankenhaus in Lissabon, so wie es ihr die Muttergottes vorhergesagt hat. Die Einsamkeit des Sterbens im Krankenhaus, das war für Jacinta das größte Opfer. Aber sie willigte in die Bitte der Muttergottes ein und brachte auch noch dieses letzte Opfer – für die Bekehrung der Sünder, für den Heiligen Vater und zur Wiedergutmachung für die Sünden, die gegen das Unbefleckte Herz Mariens begangen werden. Sr. Angela wies darauf hin, dass zur damaligen Zeit ein Mensch immer im Kreis seiner Familie gestorben ist, und nicht alleine im Krankenhaus. Jacinta hat die Einsamkeit des Sterbens im Krankenhaus erlitten – also das Leiden unserer Zeit.
Die Teilnehmer haben auch den Brunnen im Garten hinter Lucias Elternhaus besucht. Hier ist der Engel den Kindern im Sommer 1916 erschienen und forderte sie auf, viel zu beten, aus allem, was ihnen widerfährt ein Opfer zu machen und jegliches Leiden anzunehmen.
Heilige Kinder, ein Geschenk für unsere Zeit
Die heiligen Kinder sind ein Geschenk für alle Eltern. Die Eltern müssen verstehen, dass sie auf ihre Kinder achten müssen. Sie müssen die Unschuld ihrer Kinder bewachen. Am Beispiel der heiligen Kinder können wir unsere Kinder lehren, z.B. bei der Kommunionvorbereitung.
Jacinta und Francisco sind ein Vorbild für Kinder auf dem Weg zur Heiligkeit. Jeder Heilige verkörpert einen Teil des Evangeliums. Jacinta und Francisco verkörpern den Satz: „Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen.“
Der Himmel hat uns für unsere Zeit heilige Kinder geschenkt. Warum? Damit auch wir den Weg der Kinder gehen lernen. Damit wir lernen, umzukehren und wie Kinder werden, denn nur so können wir ins Himmelreich kommen. Jesus will, dass auch wir Kind der Muttergottes sind. Ganz und gar abhängig von ihr. Wir sollen ihr ganz nahe sein, so wie Jesus selber seiner Mutter nahe war. Die Muttergottes ist die Mutter Jesu, sie ist auch unsere Mutter. Wir sind nur Kinder – sie ist unsere Mutter. Sie ist ganz für uns da. Sie ist unsere Lehrerin. Sie will uns alles lehren. Sie will uns lehren zu leben. Sie will unser Herz formen.
In Fatima sollen wir vollkommen Kind werden.
An der Hand der Muttergottes sollen wir dem Weg der Hirtenkinder folgen. Fort von unserem Erwachsenen-Denken, wo wir etwas sein wollen in der Welt. Stattdessen: nichts sein. Nur Kinder sein. In Abhängigkeit von Maria.
Erfahrung eines neuen Pfingsten in Panama
Ein überaus interessanter Vortrag kam vom Leiter des WAF Panama, Tomas Polo. In Panama machen die Menschen gerade die Erfahrung eines neuen Pfingsten. Die Pilgermadonna von Fatima pilgerte durch Panama. Das hat den Menschen geholfen, die Botschaft von Fatima besser kennenzulernen und in der Liebe zur Muttergottes zu wachsen. In Panama trug das große Früchte. Alle waren tief beeindruckt und berührt von der Pilgerfahrt der Muttergottes.
Die Pilgermadonna wurde am Flughafen mit höchsten Ehren empfangen und von dort zu den Klöstern und verschiedenen Kirchen und kirchlichen Einrichtungen gebracht. Sie wanderte durch verschiedene Diözesen des Landes. Die Diözesen wurden dem Unbefleckten Herzen Mariens geweiht. Alle Bischöfe haben die Weihe des Landes an das Unbefleckte Herz Mariens vollzogen. Auch der Klerus weihte sich dem Unbefleckten Herzen. Ebenso die Familien. Bei einem Tag der Jugend waren 8000 Jugendliche anwesend, und so wurde auch die Jugend Panamas dem Unbefleckten Herzen Mariens geweiht. Ende Januar 2019 wird der Weltjugendtag in Panama stattfinden, dem ein Maria-Fest vorausgehen wird.
Heiligung der Familien
Tomas Polo beleuchtete in seinem Vortrag die Heiligung der Familien. Er wies darauf hin, dass Sr. Lucia prophezeit hat, dass der letzte Kampf, der stattfinden wird, der Kampf um die Familien sein wird. Jeder, der die Heiligkeit von Ehe und Familie verteidigt, wird angegriffen werden. Aber keine Angst. Fatima ermutigt uns, dem gegenwärtigen mächtigen Angriff auf die Familien zu widerstehen, standzuhalten. Es ist ein Angriff, der einmalig und so noch nie dagewesen ist.
Durch die Familien wirkt Gott in der Menschheit. Die Muttergottes zeigt uns, wie die Familien heute überleben können. Gott ist die Mitte unserer Familien. Der Rosenkranz ist unser Gebet. Wir weihen Jesus durch Maria die ganze Familie, damit der Widersacher keine Möglichkeit findet, in unsere Familie einzudringen.
Es geht darum, dass unser eigenes Herz umgeformt wird, und durch uns die ganze Familie. Das geschieht durch die eucharistische Anbetung. In Panama, aber auch in den USA und Kanada wird die eucharistische Anbetung speziell für Kinder angeboten. Wir müssen uns fragen, wie wir in unseren eigenen Pfarreien eine Anbetungszeit für Kinder praktisch umsetzen können.
Veränderung der Gesellschaft zum Guten
Der Präsident des WAF betonte, dass unsere Gesellschaft zum Guten verändert werden kann, und zwar durch das Gebet des Rosenkranzes, durch persönliche Bekehrung, durch die eucharistische Anbetung, durch Buße, durch Wiedergutmachung. Das wird den Weg öffnen für Gnade und Barmherzigkeit, Frieden und Gerechtigkeit.
Die Kirche leidet. Sie blutet aus vielen Wunden. Wenn jeder Buße tut, dann geschieht Heilung in der Kirche. Gott vermag alles.
Der Auftrag des Fatima-Welt-Apostolates ist es, die Botschaft von Fatima zu leben und zu verkünden, d.h. wir selber sollen in der persönlichen Heiligkeit wachsen und andere mit der Botschaft von Fatima bekannt machen. Missionsarbeit und Neu-Evangelisierung beginnen immer mit der persönlichen Heiligkeit.
Maria erkennen, lieben und verteidigen
Es ist unser Auftrag, so der Mariologe Wicenty Laszewski aus Polen, Maria mehr bekannt zu machen.
Bei ihrer Erscheinung am 13. Juni 1917 sagte Maria zu Lucia: „Jesus möchte sich deiner bedienen, damit die Menschen mich erkennen und lieben.“
Wir sollten uns fragen: Kennen wir Maria gut genug? Können wir kompetent antworten, wenn Menschen ihre Unbefleckte Empfängnis leugnen, ihre Reinheit beschmutzen? Wir sind diejenigen, die Maria heute besonders schützen müssen. Wir müssen bereit sein, gegen dämonische Angriffe, die sich gegen Maria richten, zu kämpfen.
Es genügt nicht, Maria nur zu lieben. Das WAF hat die besondere Aufgabe, die Mutter Jesu zu verteidigen, die wahre Botschaft zu hüten. Mit Glaube und Vernunft.
Warum kann Maria so leicht angegriffen werden? Weil wir nicht kompetent ausgebildet sind, weil wir die Botschaft von Fatima so wenig kennen.
Nehmen wir Mariens Wort ernst: „Jesus will sich deiner bedienen, damit die Menschen mich erkennen und lieben.“
Missionar in Südkorea
Ein Mann, dessen sich Jesus bediente, um seine Mutter und die Botschaft von Fatima bekannt zu machen, wurde uns von Mutter Oberin Mikaela aus Südkorea vorgestellt. Es handelt sich um Prälat Anton Trauner, der vor über 50 Jahren von Deutschland nach Südkorea gekommen und im Fatima-Jubiläumsjahr verstorben ist. Unermüdlich hat er für die Wiedervereinigung von Korea gebetet und vor wenigen Jahren eine Fatima-Friedenskapelle an der Grenze zu Nordkorea erbauen lassen. Auf einem Frachtschiff, das Getreide geladen hatte, kam er nach Südkorea. Ihm war schon bei der Überfahrt klar, dass Gott ihn als Weizenkorn in die Erde Koreas säen würde.
Aussendung
Der Präsident beschloss das Seminar mit der Feststellung, dass die Botschaft von Fatima eine Botschaft des Friedens und der Versöhnung ist.
Zwischen Deutschland West und Deutschland Ost ist die Mauer gefallen.
Für den Fall der Grenze zwischen Südkorea und Nordkorea wird gebetet.
Gott ist in unserer Mitte. Durch die Betrachtung des Rosenkranzes kommen wir näher zu Gott. Durch den Rosenkranz und durch Buße wird das Böse vertrieben. Wir kehren um und weihen uns Gott durch das Unbefleckte Herz Mariens. Unser Herz wird von der Muttergottes geformt und wird so den Herzen Jesu und Mariens immer ähnlicher. Als äußeres Zeichen unserer Weihe an ihr Unbeflecktes Herz tragen wir das Skapulier.
Wir pflegen die fünf Samstage: wir leisten der Muttergottes Gesellschaft in ihrer Einsamkeit (15 Minuten); sie verspricht uns dafür die Rettung unserer Seele. Außerdem sind die 5 Samstage eine spirituelle Waffe, um viele Seelen in den Himmel zu führen.
Dies alles ist eine einfache Schule der Evangelisation. So können wir Familien und Jugend in die Herde der Kirche zurück bringen.
Wir sind nach diesem Seminar berechtigt, in unseren eigenen Ländern und Pfarreien die Botschaft von Fatima zu lehren. Wir alle sind Botschafter des Schreins von Fatima.
Das Seminar endete mit der Überreichung der Zertifikate und der Aussendung in alle Welt.
Und hier noch einige Bilder rund um den Kongress:{imageshow sl=2 sc=2 /}
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