65 Jahre Fatima-Weltapostolat in Deutschland

Das Zentrum des Fatima-Weltapostolates U. L. F. in Deutschland e. V. (früher Blaue Armee Mariens) befindet sich seit 1997 in Petersberg bei Fulda in der Mitte Deutschlands.

Für die Verbreitung der für Kirche und Welt so wichtigen Botschaft von Fatima und zur Verwirklichung des Anliegens der Gottesmutter, durch ihr Unbeflecktes Herz die Seelen zu retten und der Welt den Frieden zu bringen, entstand 1947 die Blaue Armee Mariens.

Im Jahre 1946 am 08. Dezember „Fest der Unbefleckten Empfängnis" war Pfr. Harold Victor Colgan in Pleinfeld/USA schwer erkrankt. Die Ärzte hatten ihn aufgegeben. Er bat um ein Marienbild und es wurde ihm eine Statue des Unbefleckten Herzens Mariens gebracht. Im Gebet kam ihm in den Sinn: Sollte mir noch eine Zeit geschenkt werden, so will ich ganz im Dienste Mariens stehen. Er konnte nach einigen Monaten das Krankenhaus verlassen. In einer Kleinschrift von Fatima las er: „Wenn man meine Wünsche erfüllt, wird Russland sich bekehren." Er unterstrich die Worte: Rosenkranz, Buße, Weihe an die Gottesmutter. Warum sprach man nicht davon? Er äußerte in der Predigt, dass man eine Gegenarmee, eine Armee von Betern brauche, die nicht erobern, sondern bekehren will, so dass man die Rote Armee nicht fürchten brauche. Wer daran mittun will, möge ein blaues Tuch oder ein blaues Kleidungsstück zur nächsten Sonntagsmesse tragen. Erstaunt war er, als so viele in blauer Kleidung kamen und somit sprach er von der Kanzel: „Das ist ja die Blaue Armee Mariens." Der Bischof war sehr beeindruckt und reagierte mit den Worten: „Nicht nur in Ihrer Gemeinde, sondern in der ganzen Diözese müssen Sie diese Botschaft verbreiten." So war 1947 unter dem Namen „Blaue Armee Mariens" das Fatima-Apostolat in den USA ins Leben gerufen.

Nach ihrer Verbreitung in Kanada kam die Bewegung im Jahre 1951 auch nach Europa, und zwar zuerst nach Deutschland.

Diese „Blaue Armee Mariens" kam nach Deutschland durch Pfr. Andreas Johannes Fuhs, ein Mitglied der Päpstlichen Marianischen Akademie, Nach Erlaubnis und Segenserteilung durch den Bischof von Trier am 11. Oktober 1951 begann er, unermüdlich und aufopfernd die Botschaft von Fatima in Deutschland und Europa zu verbreiten - angefangen in seiner Pfarrgemeinde im kleinen Dorf Beltheim bei Koblenz und durch viele Predigten in anderen Gemeinden und Städten. Sekretär von Pfr. Fuhs war von 1958 bis 1964 Walter Nick.

Vor allem durch die Zeitschrift „Maria siegt" und durch die von dem Hochwürdigen Herrn P. Karl Pfister in vielen Teilen Deutschlands durchgeführte Peregrinatio wurde die Blaue Armee Mariens überall bekannt und fand bei den Gläubigen eine begeisterte Aufnahme. Im Jahre 1954 waren bereits über 80.000 Versprechen eingegangen.

 Eine hoffnungsvolle Predigt von Pfarrer Fuhs über die rettende Botschaft von Fatima gewann viele Priester und Laien - auch aus den Ostblockstaaten.

Die Marienverehrung wurde mit großer Begeisterung gelebt. Es wurden Einkehrtage und Marien-wailfahrten in nahezu allen Diözesen Westdeutschlands durchgeführt. Stets wurde die Fatima-Madonna, die liebevoll mit Blumen geschmückt war, mitgetragen. Auf dem Katholikentag 1954 in Fuida wurde vor 100.000 Teilnehmern die Weihe Deutschlands an die Gottesmutter von Kardina! Frings vollzogen.

Eine große Freude für Pfarrer Fuhs war der Besuch des Gründers Prälat Colgan im Jahre 1962 aus Amerika. Gemeinsam brachten sie eine Fatima-Statue zum Bundeskanzler Konrad Adenauer, damit Maria, Königin des Friedens, dem zerrissenen und bedrohten Land helfen möge. Als Papst Johannes XXIII. das Konzil ankündigte, überbrachte Pfarrer Fuhs 50.000 abgegebene Gebetsversprechen für das Gelingen des Konzils.

Pfarrer Fuhs wurde 1964 nach Fatima berufen, um dort die Leitung der Internationalen Zentrale der Blauen Armee Mariens zu übernehmen. Dort starb er am 22.06.1967. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof in Alt-Fatima.

Unter  Pater van  der  Koelen,  der leider schon 1977 starb, und so dann unter Pfarrer Dr. Hans Albert Reul entfaltete sich die Bewegung.

Unter der Leitung seines Nachfolgers, Geistlicher Rat Martin Übelhör, der von 1984 - 1997 (+ 13.07.2009) tätig war, konnte das Haus Maria Königin in Oberdischingen zu einem Zentrum werden.

Ein wichtiges Ereignis war die Erneuerung der Weihe Deutschlands an das Unbefleckte Herz Mariens im Jahr 1994 durch Erzbischof Dyba in Fuida unter großer Beteiligung der Gläubigen.

Es bestand nun die Absicht das Zentrum des Fatima-Apostolates in die Mitte Deutschlands zu legen.

In Dankbarkeit für die Öffnung der Grenzen errichtete man in Petersberg einen Kreuzweg und eine Christusstätte (Einweihung am 09.07.1995).

Von 1997 - 2011 wurde die Zentrale des Fatima-Weitapostolates unter der Leitung von Msgr. Ludwig Vogel, der am 05.07.2014 verstarb, in Petersberg geführt. Sein Nachfolger und derzeitiger Direktor ist Pfr. Thorsten Kremer.

Nach der Gottesmutter hat das deutsche Fatima-Apostolat als besonderen Patron den Hl. Josef, auch den Hl. Maximilian Kolbe und verehrt auch herzlich Pater Pio, der der Blauen Armee seinen besonderen Schutz versprach.

Das Fatima-Apostolat U.L.F. in Deutschland, nach Diözesen gegliedert, hat bischöflich anerkannte kirchliche Statuten und ist zugleich eingetragener Verein. Es erhebt keine Mitgliedsbeiträge, ist jedoch dankbar für Spenden für seine Apostolatsarbeit.

Heute zählt die „Blaue Armee Mariens", die seit dem 03.02.2006 in „Fatima-Weltapostolat Unserer Lieben Frau" umbenannt wurde, rund 22 Millionen Beter in ca. 120 Ländern.

Dennoch gilt es, nicht nachzulassen im Vertrauen auf die Hilfe der Gottesmutter. Wir alle sind aufgerufen, den Fatima-Ruf zur Umkehr zu verbreiten!

Wer durch Gebet und Opfer an der Erneuerung der Welt mithelfen möchte, ist herzlich zum Eintritt in unsere Bewegung eingeladen!

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